Wie viel kostet der Durchgangsbahnhof?

Die Kosten für den Durchgangsbahnhof liegen bei 2,4 Milliarden Franken. Die erste Etappe, die Tieferlegung der Geleise von Ebikon her, baut das Angebot aus und sorgt für eine Systematisierung der Anschlüsse. Die zweite Etappe, die Erstellung der Durchmesserlinie, verbindet die Achsen Basel/Bern–Luzern und Luzern–Zürich und verkürzt die Reisezeiten. Die Kosten für die erste Etappe belaufen sich auf rund 1,8 Milliarden Franken, diejenigen für die zweite Etappe auf rund 600 Millionen Franken.

Da der Durchgangsbahnhof in eine komplexe Topografie eingebettet ist, verursacht seine Realisierung vergleichsweise hohe Kosten. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis für den Durchgangsbahnhof fällt somit «naturgemäss» schlechter aus als für andere Ausbauprojekte. Angesichts des künftigen Mobilitätswachstums (+40 Prozent bis 2030) fällt das Kosten-Nutzen-Verhältnis jedoch je länger, je besser aus. Zusammen mit dem Zimmerberg-Tunnel II verbessert es sich zusätzlich. Die Zentralschweizer Kantone stehen deshalb geeint hinter den beiden Ausbauprojekten. In einem gemeinsamen Postulat fordern sie vom Bund, dass die Planung des Durchgangsbahnhofs und des Zimmerberg-Tunnels II unverzüglich aufgenommen wird, die beiden Projekte im Ausbauschritt 2030/35 enthalten sind und eine Vorfinanzierung der Projekte möglich ist.

Vorfinanzierung soll Chancen erhöhen
Seit das Schweizer Stimmvolk 2014 die FABI-Vorlage angenommen hat, ist die Finanzierung und der Ausbau der schweizerischen Bahninfrastruktur (FABI) neu geregelt: Während die Kantone und der Bund den Bahnausbau gemeinsam finanzieren, ist für dessen Planung und Umsetzung allein der Bund verantwortlich; die Kantone sind in diesen Prozess involviert. Die Bahninfrastruktur wird dabei schrittweise ausgebaut. Über die jeweiligen Ausbauschritte entscheiden National- und Ständerat alle vier bis acht Jahre.

Eine Vorfinanzierung des Bauprojekts durch den Kanton Luzern bzw. die Zentralschweizer Kantone soll die Chancen erhöhen, dass der Durchgangsbahnhof im nächsten Ausbauschritt (2030/35) berücksichtigt wird.