Durchgangsbahnhof – die beste Lösung

Sowohl der Bund als auch die SBB anerkennen den Durchgangsbahnhof als beste Lösung für den Bahnausbau im Kanton Luzern. Zum gleichen Schluss kommt der Planungsbericht des Kantons Luzern, der 30 Ausbauvarianten – darunter den Durchgangsbahnhof – evaluiert. Der Bericht zeigt, dass die Kosten für den Durchgangsbahnhof topografisch bedingt zwar hoch ausfallen, dass das Projekt verkehrlich, raumplanerisch, wirtschaftlich und ökologisch aber den grössten langfristigen Nutzen stiftet. Das sieht auch das Luzerner Parlament so – im Januar 2016 stimmte es dem Planungsbericht deutlich zu.

Bereits zweitbeste Variante deutlich unterlegen
Alternative respektive günstigere Ausbauten erhöhen freilich die Kapazitäten (wenn auch deutlich weniger als der Durchgangsbahnhof), sie verkürzen die Fahrzeiten aber nur unwesentlich. Vor allem verunmöglichen sie eine räumliche und wirtschaftliche Entwicklung. Bereits die zweitbeste Variante stellt verglichen mit dem Durchgangsbahnhof ein fundamental anderes Konzept dar.

Die zweitbeste Variante hat folgende Defizite:

  • Kein Vollknoten mit schlanken Anschlüssen im Fern- und Nahverkehr und zwischen Fern- und Nahverkehr
  • Keine Garantie der NEAT-Fahrzeiten zwischen Luzern und Mailand
  • Betrieblich entwickelt sich der Bahnhof Luzern vom End- zum Durchgangsbahnhof – ein Kopfbahnhof steht dieser Entwicklung entgegen
  • Keine Verbindung der Achsen Basel/Bern–Luzern und Luzern–Zürich bzw. der kantonalen Hauptentwicklungsachsen
  • Keine Verkürzung der Reisezeiten
  • Massiver ökologischer und städtebaulicher Eingriff durch den oberirdischen Ausbau unter anderem beim Rotsee
  • Höchstens 24 Zugspaare je Stunde statt einer langfristigen Kapazitätserhöhung auf über 28 Zugspaare pro Stunde
  • Kein weiterer Infrastrukturausbau möglich

Bei allen Schwächen erzeugt diese Variante immer noch Kosten von weit über 1 Milliarde Franken! Selbst die zweitbeste Variante ist dem Durchgangsbahnhof – insbesondere mit Blick auf dessen langfristigen Nutzen – also deutlich unterlegen. Hinzu kommt: Alle Überbrückungsmassnahmen auf dem Schienennetz im Raum Luzern sind kompatibel mit dem Durchgangsbahnhof. Die ersten Schritte auf dem Weg zum Durchgangsbahnhof sind folglich bereits gemacht.